EMIL EGGER AG, St. Gallen – Performance-Analyse MS SQL Server
Im Rahmen der Einführung eines neuen Transport-Management-Systems kam es bei Lasttests mit 20 bis 30 gleichzeitigen Benutzern zu deutlichen Verzögerungen. Im Hinblick auf den bevorstehenden Go-Live stellte sich die Frage, ob die Ursache beim SQL Server, beim Storage, beim Netzwerk oder in der Datenverarbeitung der Applikation lag.
amanit analysierte die Datenbankumgebung mit etablierten SQL-Server-Diagnosewerkzeugen und dem Windows Performance Monitor; die AGIBA IT Services AG prüfte parallel die Storage- und Infrastruktur-Seite. Die Messungen zeigten, dass SQL Server, CPU, Storage und Indexierung über ausreichende Leistungsreserven verfügten und nicht das wesentliche Bottleneck darstellten. Auffällig war hingegen ein hoher Anteil an Wartezeiten bei der Datenübertragung und -verarbeitung zwischen Applikation und Datenbank sowie eine sehr hohe Anzahl einzelner Datenbankabfragen.
Der TMS-Anbieter bestätigte auf Basis der Analyse, dass auf Seiten des SQL Servers ausreichend Leistungsreserven vorhanden sind. Gleichzeitig wurden aufgrund der Architektur des Systems konkrete Optimierungsmöglichkeiten identifiziert, beispielsweise die Reduktion einzelner Datenabrufe und das gebündelte Laden von Daten.
Der Abschlussbericht gab der EMIL EGGER AG damit eine faktenbasierte Grundlage für die weitere Optimierung gemeinsam mit dem Softwarehersteller und half, die möglichen Ursachen gezielt einzugrenzen.
«Bei den Performanceproblemen war zunächst nicht eindeutig, ob die Ursache in unserer Infrastruktur, der Datenbank oder der Applikation lag. Die Analyse von Ahmad Gilbeau-Hammoud hat uns eine klare, faktenbasierte Einordnung ermöglicht und gezeigt, dass der SQL Server und unsere Infrastruktur über ausreichende Leistungsreserven verfügen. Auf dieser Grundlage konnten wir gemeinsam mit dem Softwarehersteller konkrete Optimierungsmöglichkeiten bei der Datenverarbeitung identifizieren und gezielt angehen.»